Digiloglounge Portrait Franziska Gaiser

Digiloglounge Digital | „Alexa, erklär mir die Welt!“ – Wie Smart Speaker die Informationssuche im Netz verändern

17:00 Uhr–18:00 Uhr

KI-gestützte Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant werden immer beliebter und nehmen eine immer bedeutendere Rolle im Alltag vieler Nutzenden ein. Die Geräte folgen der Idee eines virtuellen Butlers und sollen den häuslichen Alltag durch ihre Funktionen digitaler, komfortabler und bequemer gestalten. Auch für die Informationssuche werden die Assistenten auf sogenannten Smart Speakern zunehmend eingesetzt und stellen damit eine Alternative zur konventionellen bildschirmorientierten Suchmaschine dar.

Auditive Antworten von Sprachassistenten unterscheiden sich jedoch von angezeigten Ergebnissen auf einem Bildschirm. Im Vergleich zu einer textbasierten Suche, bei der Nutzende eine Liste mit mehreren Suchergebnissen erhalten, die verglichen und beurteilt werden können, wird bei Smart Speakern in der Regel nur eine Antwort hervorgehoben. Zudem wird die Quelle der wiedergegebenen Informationen teilweise nicht erwähnt, was es schwieriger macht, die Glaubwürdigkeit der Information einzuschätzen

Wie Smart Speaker die Suche nach Informationen und deren Bewertung verändern, stand bisher kaum im Fokus wissenschaftlichen Interesses und wird nun im Rahmen von digilog@bw vom Leibniz-Institut für Wissensmedien untersucht. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Sprachtechnologie und ihre Vor- und Nachteile für die Informationssuche und Einblicke in Studien aus dem Digilog Projekt zum Thema.

Unser Gast:

Franziska Gaiser studierte Medienwissenschaft und Germanistik an der Universität Tübingen und anschließend im Master Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der Universität Hohenheim. Seit Mitte 2019 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen in der Nachwuchsgruppe Soziale Medien. Im Rahmen des Projekts „digilog@bw“ beschäftigt Sie sich mit KI-gestützten Sprachassistenten als Informationsquelle und wie Nutzende Informationen von diesen wahrnehmen und bewerten.

Weitere Informationen: Franziska Gaiser–IWM

Frau Gaiser forscht im Team von Frau Prof. Dr. Sonja Utz, die seit April 2013 die Nachwuchsgruppe Soziale Medien am Leibniz-Institut für Wissensmedien leitet und seit April 2014 Professorin für Kommunikation mittels sozialer Medien an der Eberhard Karls Universität Tübingen ist. Sie hat an der Katholischen Universität Eichstätt Psychologie studiert und dort 1999 über soziale Identifikation mit virtuellen Gemeinschaften promoviert.

Mit ihrem Team untersucht sie die Nutzung sozialer Medien und mobiler Kommunikation für den Wissenserwerb und -austausch sowohl in eher informellen als auch in professionellen Settings. Sonja Utz hat mehrere prestigeträchtige Drittmittelprojekte eingeworben und ist Mitantragstellerin im Cluster Maschinelles Lernen der Universität Tübingen und hat innerhalb des Clusters einen Innovation Grant eingeworben.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Sonja Utz–IWM

Gesprächsreihe:

Die Veranstaltung ist Teil der #digiloglounge-Gesprächsreihe. Einmal im Monat geben ExpertInnen von digilog@bw einen Einblick in ihre digitalen Forschungsthemen und beantworten Fragen im ZKM-Livestream!

Begleitet wird die Veranstaltung von der Telegram-Gruppe t.me/zkm_digiloglounge. Wir laden Sie herzlich dazu ein, bis einschließlich 11. November Ihre Fragen im Chat der Gruppe zu stellen! Um der Chat-Gruppe bei Telegram beitreten zu können, ist vorab eine Registrierung bei Telegram erforderlich. Hier finden Sie eine Anleitung.

Ziel des Projekts digilog@bw ist es, die Digitalisierung im Dialog mit der Gesellschaft zu gestalten, um so die Grundlagen für einen werteorientierten digitalen Wandel zu schaffen. Anhand von Veranstaltungen, Gesprächen und Workshops zu aktuellen Themen, laden wir zum gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren ein.

Spannende Artikel rund um die verschiedenen Forschungsthemen sowie weitere ExpertInnen-Chats zum Nachschauen gibt es auch in unserem Blog auf digilog@bw.

Partner

Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg aus
Mitteln der Landesdigitalisierungsstrategie digital@bw.