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    • DigilogBW - Forschung

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      Forschung
Viele Menschen an einem Gruppentisch mit Laptops und Schreibmaterialen.
© ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Foto: Elias Siebert

Forschung

Gezielte interdisziplinäre Forschung zu den Themenfeldern Autonomie, Wissen und Partizipation und ihren Interdependenzen als gesellschaftlichen Kernthemen der Digitalisierung wäre in Deutschland und international einzigartig. Sie wird so von keiner existierenden Initiative geleistet.

digilog@bw ergänzt vielmehr bestehende Initiativen, die sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen des digitalen Wandels beschäftigen, und widmet sich zugleich Fragestellungen, die gerade für Baden-Württemberg von besonderer Bedeutung sind, das sich in seiner Digitalisierungsstrategie digital@bw unter anderem das Ziel gesetzt hat, zum Innovationsführer in den Bereichen KI („Cybervalley“), Digitale Gesundheitsanwendungen sowie Intelligente Mobilität zu werden

Für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg mit seinem herausgehobenen Engagement für Forschung und Entwicklung insbesondere im Bereich KI nimmt die Digitalisierung einen prägenden Stellenwert ein.

Mit Zentren im europäischen wie außereuropäischen Ausland, z.B. dem Oxford Internet Institute, den beiden Zentren „For Internet and Society“ an den Universitäten Harvard und Stanford und dem niederländischen Universitätsverbund „4 TU/Centre for Ethics and Technology“, besteht bereits eine internationale Forschungsszene zu gesellschaftlichen Fragen der Digitalisierung. Für eine gesellschaftlich nachhaltige und verantwortliche Absicherung von Forschung, Entwicklung und Anwendung fehlt jedoch eine integrierte normative Begleitforschung zu den gesellschaftlichen Auswirkungen und Gestaltungsaufgaben des digitalen Wandels. digilog@bw wird diese Lücke schließen.

Anders als das Berliner Weizenbaum-Institut hat digilog@bw einen Fokus auf normative Fragen nach den Veränderungen des individuellen und gesellschaftlichen Lebens durch technologische Entwicklungen. Der Forschungsverbund adressiert so die Frage, welche Werte für Individuen und eine demokratische Gesellschaft grundlegend sind und darum im digitalen Wandel und den technologischen Entwicklungen eine Rolle spielen müssen.

Die mit der Digitalisierungsstrategie digital@bw angestrebte technische Innovationsführerschaft des Landes wird nur erreicht werden können, wenn neben den technischen Voraussetzungen auch deren individuelle und gesellschaftliche Implikationen wissenschaftlich erforscht werden. Dies ist essentielle Voraussetzung, um Technik und Politik so zu gestalten, dass Akzeptanz und Vertrauen in die neuen technischen Möglichkeiten entstehen können.

Aufgrund umfangreicher Vorarbeiten der Konsortialpartner sowie der gelebten Zusammenarbeit zwischen den beteiligen Institutionen ist der Forschungsverbund in der Lage, seine Arbeit kurzfristig aufzunehmen, um so Orientierungswissen für Politik und Technikwissenschaften zu generieren und einen Beitrag zum öffentlichen Diskurs zu leisten. Exemplarisch für bisherige gemeinsame Forschungsaktivitäten seien genannt: Die regionale Forschungsallianz „ForDigital“ der Universität Mannheim und des KIT, die interdisziplinäre Fragen der Technikgestaltung bearbeitet; der Wissenschaftscampus „MaCCI“ der Universität Mannheim und des ZEW, in dem u.a. interdisziplinär Auswirkungen der Digitalisierung auf Innovationen untersucht werden; das BMBF-Forum Privatheit, in dem IZEW und Fraunhofer ISI zu Fragen von Privatheit und Datenschutz forschen.

Partner

  • Eberhard Karls Universität Tübingen
  • Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)
  • IWM – Leibniz-Institut für Wissensmedien
  • KIT – Karlsruher Institut für Technologie
  • Universität Mannheim
  • ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
  • ZKM | Zentrum für Kunst und Medien